Staatlicher Hofkeller Würzburg
Der Staatliche Hofkeller Würzburg befindet sich unter der Würzburger Residenz und zählt zu den eindrucksvollsten historischen Weinkellern Deutschlands. Dieser wurde im 18. Jahrhundert zusammen mit der Residenz nach Plänen des Barockbaumeisters Balthasar Neumann errichtet.
Über mehr als 890 Jahre und bis heute ist der Hofkeller ohne Unterbrechung im Besitz der jeweils regierenden Macht: zunächst als fürstbischöflicher Hofkeller, ab 1814 nach der Zugehörigkeit Würzburgs zu Bayern als „Königlich Bayerischer Hofkeller“ und nach dem Ende der Monarchie seit 1918 als „Staatlicher Hofkeller“.
Ein besonderes Kapitel seiner Geschichte ist der Bau des heutigen Weinkellers im Inneren der Würzburger Residenz: Ab 1719 beauftragte Fürstbischof Johann Philipp Franz von Schönborn den Barockbaumeister Balthasar Neumann, neben dem prächtigen Schloss auch einen vorzüglichen Weinlagerkeller anzulegen. Unter den imposanten Kellergängen lagert bis heute Wein in traditionellen Fässern – darunter historische Schätze wie das sogenannte „Schwedenfass“ mit einem Wein von 1540 – und macht den Hofkeller zu einem lebendigen Zeugnis fränkischer Weinkultur.
Heute ist der Hofkeller nicht nur eines der ältesten Weingüter Deutschlands, sondern auch ein bedeutendes Kulturgut, das Tradition und moderne Weinproduktion verbindet.
Die weitläufige Kelleranlage umfasst rund 4.500 m² und erstreckt sich über fast 900 Meter Gänge. Die Gewölbe erreichen eine Höhe von bis zu 6,5 Metern, die Mauern sind stellenweise bis zu 6 Meter stark.
Im Zuge der Umnutzung des historischen Hofkellers zu einer Versammlungsstätte für bis zu 700 Personen wurde Hagen & Partner Prüfingenieure für Brandschutz beauftragt die Genehmigungsunterlagen zum Brandschutz zu prüfen sowie die Bauausführung stichprobenhaft zu überwachen.
Für die Prüfung des Brandschutznachweises wurde eine rechnerische Räumungssimulation hinsichtlich der Rettungswege vorgenommen.
Der unterirdisch gelegene Hofkeller ist mit nachfolgend genannten sicherheitstechnischen Anlagen und Einrichtungen geplant:
- Brandmeldeanlage
- Sprachalarmierungsanlage
- Sicherheitsbeleuchtungsanlage
- Öffnungen zur Rauchableitung
- sowie Blitzschutzanlage.



